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Die Geschichte der Stadt Esbjerg

Esbjerg - Stadt und Gegend mit tiefen Wurzeln

Zu Beginn des Jahres 1868 löste ein Gesetzentwurf über die Anlage eines Hafens bei Esbjerg, das damals von der Hauptstadt Kobenhagen aus gesehen ein ödes und raues, jedenfalls entlegenes Stück Dänemark war, eine heftige Debatte in beiden Kammern des dänischen Parlaments aus.

Das Gesetz wurde verabschiedet, der Hafen gebaut und die heute fünfgrößte Stadt Dänemarks mit 82.000 Einwohnern gegründet:
Aus dem Nichts und Zuständen wie im Wilden Westen erblühten durch Pioniergeist Kultur, Wirtschaft und Bildung.

Aber stimmt es denn nun auch, dass es in dieser Gegend nichts gab, bevor plötzlich Esbjerg auftauchte? Mit der Ausdehnung der Stadt kam die Vergangenheit ans Tageslicht – und was für eine! Nirgendwo sonst in Dänemark wurde eine so dichte Besiedlung wie hier nachgewiesen. Die angeblich so verlassene Gegend war Jahrtausende lang erfüllt von Leben und Wohlstand, denn eben hier waren die richtigen Bedingungen gegeben: große Weideflächen, leicht bebaubare Böden sowie das Meer als Ressource und Handelweg nach Süden. Die interessanten und kostbaren Funde beweisen, daß mächtige Häuptlinge eine wichtige politische Rolle u.a. gegenüber der Großmacht Römerreich gespielt haben, was der Gegend um Esbjerg zugute kam. Die Funde berichten auch über eine Gegend, wo der Stamm der Jüten seinen ursprünglichen Sitz hatte. Die besonderen Charakterzüge der Jüten wie Beharrlichkeit (manche würden es Sturheit nennen!), Bescheidenheit, Fleiß, Ehrlichkeit - ein Wort ist ein Wort und Prahlen ist verpönt - verknüpfen Esbjerg Vergangenheit und Gegenwart.
Dienstag, April 29 2008
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